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Vielleicht ist dir schon mal aufgefallen, dass es Babys gibt, die fast immer und überall friedlich und zufrieden sind und sogar fast überall (ein)schlafen können.

Sie geben ihren Eltern schon eine gewisse Zeit im Voraus deutliche Anzeichen, dass sie jetzt langsam etwas benötigen. Dass sie Hunger haben oder müde sind, dass die Windel jetzt unangenehm wird oder dass sie jetzt etwas Ruhe vom Spielen brauchen.

Sie stellen sich ziemlich schnell auf einen vorhersehbaren Rhythmus ein und die Still-/ Fütterungsmomente werden von beiden Seiten als angenehm und beruhigend empfunden.

Das Zusammenspiel zwischen diesen Babys und ihren Eltern spielt sich recht schnell und quasi automatisch ein. Das sind die sogenannten Vorzeige-Babys oder wie auch manche sagen: Anfänger-Babys.

Klar gibt es bei diesen Babys auch mal weinerliche oder anhängliche Phasen, aber sie sind meistens absehbar.

Dessen Eltern können sich sogar mit ihnen in der Öffentlichkeit zeigen. Familie und Freunde besuchen. Sich in ein Café setzen und einen schönen großen Latte Macchiato trinken.

Glücklicherweise sind die meisten Babys pflegeleicht und handzahm. Sie geben ihren Eltern das Gefühl, ein besonders tolles Elternteil zu sein und diese fühlen sich schnell in ihrer Elternschaft bestätigt, dass sie alles „richtig“ machen.

Oh ja, diese Eltern können sich wahrlich glücklich schätzen, dass sie die Baby-Zeit so komplikationslos starten und genießen dürfen…

Tja und jetzt reden wir mal von den anderen Babys, die es nämlich auch gibt, aber viel seltener. Und zwar die Babys, die sich manchmal sogar schon im Mutterleib zu erkennen geben, dass sie „da“ sind.

Manche davon, machen sich direkt nach der Geburt bemerkbar, indem sie die ganze Geburtsstation, mit ihrem intensiven Geschrei, auf Trab halten.

Es gibt aber auch wiederum andere Babys, die ihre Schreikarriere erst nach ein paar Wochen starten. Wahrscheinlich wollten sie ihren Eltern noch ein bisschen Erholungszeit geben, bis es losgeht.

Das sind die Babys, die selbst nach der sogenannten Dreimonatsgrenze (3-Monats-Koliken), immer noch intensiv weiter schreien. 24h am Tag, mit kurzen Schlafens-Pausen.

Sie schreien nach 6 Monaten weiter, sie schreien nach 9 Monaten weiter und sie schreien auch danach noch weiter. Eine nicht enden wollende Schreikarriere…

Wenn es ums Schlafen geht, dann meistens nur mit kurzen Power Naps. Damit sind tatsächlich nur 20-, 30-, oder wenn es gut läuft, 45-Minuten-Nickerchen gemeint. Aber nur, solange man sie trägt oder auf sich liegen lässt!

Wenn man als Elternteil überhaupt nur mal auf die Idee kommt, das schlafende Baby abzulegen… Dann ist die Hölle los! Und das ganze Einschlaf-Prozedere kann nochmal von vorne beginnen. Und das, dauert meistens länger als das Nickerchen selbst.

Wenn es ums Stillen geht oder es das Fläschchen bekommt, ist selbst da keine Ruhe in Sicht. Müssen danach die etwas sensibleren Babys, ein Bäuerchen machen oder sitzt ein Pups quer, dann geht meistens das Geschrei wieder los. Diese Babys sind oft so empfindlich, dass alles um sie herum stillstehen muss. Ob beim Stillen oder Schlafen.

Das sind die Babys die ihren Eltern keine vorherigen Anzeichen für Hunger, Müdigkeit oder einer unangenehmen Windel geben, damit sie sich darauf einstellen können. Nein, sie fordern ihre Bedürfnisse sofort ein und das mit einem ohrenbetäubenden Geschrei.

Sie kennen (noch) keine Geduld. Sie merken in dem Moment nur dieses unangenehme Gefühl, dass sie weg haben wollen (egal was es ist). Und das SOFORT…

Wenn man als Elternteil nicht schnell genug reagiert, sich eine 5-Minuten-Dusche genehmigt oder man vielleicht noch auf die tollen Ratschläge von außen hört: „Lass dein Baby einfach mal schreien, das verwöhnst du sonst zu sehr“ usw.; dann wird aus einem Sturm, ein Hurrikan der kaum noch zu bändigen ist!

Ob dessen Eltern es mal in ein Café wagen? Vermutlich nicht. Und wenn ja, dann reicht es höchstens für einen Espresso, der beim Reinlaufen bestellt wird und schon während dem Trinken an der Bar, bezahlt wird…

Diese Babys wollen und brauchen 24h-Service!

Das Leben mit ihnen, gleicht einem Würfelspiel und ist total unberechenbar. Dessen Eltern wissen nie, was sie am Tag erwartet und wünschen sich voller Hoffnung, einen Tag mit weniger Geschrei.

Die gibt es tatsächlich, aber leider zu selten!

Sie sind nicht nur am Tag unberechenbar, sondern auch in der Nacht und wachen häufig auf. Manchmal sogar stündlich. Und dann kommen auf einmal Nächte vor, in denen das Baby 5-8 Stunden durchschläft. Ohne Vorwarnung, einfach so.

Da könnte man jetzt meinen: „Schön, endlich eine erholsame Nacht“. Aber nein, dem ist nicht so. Denn wenn man in der Regel mehrmals in der Nacht geweckt wird, ist so eine lange Schlafpause so ungewöhnlich, dass man ständig nach seinem Baby Ausschau hält, ob alles in Ordnung ist…

Tja und falls solche Nächte vielleicht mal doch ein paar Tage dauern, denken sich die Eltern: „Wow, jetzt schläft es durch, die Phase ist endlich vorbei“!

Haha von wegen, zu früh gefreut… Und das häufige Erwachen geht wieder los.

Immer wenn man denkt: „Jetzt wird es endlich einfacher“! Genau dann, machen diese Babys ein Strich durch die Rechnung.

Also ein vorhersehbarer Rhythmus oder eine Routine, kommt bei diesen Babys noch lange nicht in Frage und schon gar nicht automatisch.

Das kann sich bis ins Kleinkindalter hineinziehen.

Wenn diese Babys anfangen zu krabbeln oder zu laufen, sind es häufig diejenigen, die nicht still an einem Fleck bleiben können. Sie müssen sich bewegen, sonst werden sie wieder unruhig und weinerlich.

Und sollte man da auf die Idee kommen, sie in ihrem Spieltrieb zu stoppen oder von etwas ablenken zu wollen, dann merkt man erst, wie ausdauernd diese Babys schon sein können. Sie lassen sich nicht einfach stoppen und nicht einfach ablenken. Egal wie oft man es versucht.

Diese Babys haben so viel Energie, dass man das Gefühl hat, sie hätten einen Energy-Drink getrunken oder haben Duracell-Batterien in sich, die niemals leer werden.

Oh ja, diese Babys wissen schon von Anfang an, was sie wollen und was sie nicht wollen!

Im Erwachsenenalter ist das eine super Eigenschaft. Eigentlich auch im Kindesalter, aber es erschöpft die Eltern soooo sehr und lässt sie unglaublich verzweifeln. Sie saugen den Eltern die letzten Energiereserven aus.

Das sind die sogenannten temperamentvollen Babys oder auch High Need Babys (Babys mit starken Bedürfnissen) genannt.

Und nun zum wichtigsten Teil der Wahrheit: Anfänger-Babys und temperamentvolle Babys sind vom Temperament her einfach unterschiedlich. Und sie sind nicht durch die Erziehung oder durch die Handlungen ihrer Eltern so geworden, denn das Temperament ist jedem Menschen angeboren. Das bedeutet auch, dass niemand schuld an diesen Verhaltensweisen ist!

*Bitte bedenke, dass nicht alle temperamentvollen Babys / High Need Babys die gleichen Eigenschaften aufzeigen. Manche zeigen mehr als andere. Dennoch haben sie alle deutliche Ausprägungen des Temperaments.

Kommt dir das irgendwie bekannt vor? Hast du vielleicht auch ein temperamentvolles Baby oder kennst jemanden den es betrifft? Hast du deshalb den Wunsch, dich mit Gleichgesinnten auszutauschen? Dann komm doch in meine private Facebook-Unterstützungsgruppe

Wenn du dir nicht ganz sicher bist, ob du ein temperamentvolles Baby hast, dann mach doch bei meinem Quiz mit. Dort erfährst du einiges über die verschiedenen Baby-Temperamente. Klicke dafür auf diesen Link.

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